Diesel - Schuld und Sühne

 

Diesel -  und immer sind die Autofahrer schuld

Die Dieselkrise wird "5" - und was tut die Politik wirklich? (08.06.2020)
Ist es Ihnen bewußt? die Dieselkrise wird in diesem Jahr 5 Jahre alt. Nächstes Jahr darf sie zu Schule gehen. Der Kindergarten ist leider zu. Deshalb kümmert sich wohl auch kaum jemand um dieses Kind der Politik

Insgesamt gab es 5 "DieselGipfel" - es ist wirklich der Gipfel, was diese Gipfel brachten. Nicht. Ich entsinne mich an den vor 3 Jahren, dort verkündtet Scheuer, dass die Hersteller Hardware-Nachrüstungen zusagten, allerdings würde man dafür 2-3 Jahre brauchen - ganz abgesehen davon, dass in darauf folgenden Interview mit dem BMW Vorstand dieses bestritt - die 3 Jahre sind rum - wo bitte ist die Hardware? 

Eigentlich ist es ja eine Farce, dass man nun die Autofahrer quasi zum Sündenbock macht und sie nicht uneingeschränkt in der Weltgeschichte herumfahren dürfen. Noch skandalöser ist aber eigentlich, dass es keineswegs so ist, dass der Brennstoff aus dem Auto schädlicher und erst recht nicht in der Menge größe ist, als andere Benutzer. Ich habe keine Zahl wieviel Heizöl in der BRD verkauft wird im Vergleich zum Diesel, aber ich tanke im Jahre mit dem Viano (Schnittverbrauch bei verantwortungsbewußter Nutzung wie z.B. 120 km/h auf der Autobahn) keine 8 Liter und so nur 1.500 Liter im Jahre. Die Abgase werden gefiltert _ der Filter wurde z.B. bereits bei 30.000 KM getauscht (obwohl das eher eine Anti-Mercedes-Story wäre). Meine Heizung knallt jeder Jahr 2.500-3000 Liter Heizöl durch - ungefiltert.... Und was glauben Sie wie hoch die Umweltverschmutzung ist, wenn die zig-Tausend Containerschiffe auf höher See mit schwerem Öl den Himmel schwärzen? Ich bin der Meinung, nur eine Regierung die links und rechts vom Diesel nach weiteren Ursachen der Umweltverschmutzung sucht, verdient den Respekt der Bürger und handelt im Sinne und auftragsgemäß von diesen.

Dazu - und deshalb platzt mir heute morgen der Kragen - wie ernst nimmt die Politik uns. Sie führt uns hinters Licht, denn es gabe allein schon in Sachen Diesel Maßnahmen, die den Verbrauch um 20% und mehr städtisch verringern würden (städtisch verbraucht ein Diesel aktuell fast 100% mehr als Überland moderater Fahrweise). An den 8 Ampeln von meinem Haus bis zur Autobahn stehen 7 Ampelgruppen. Heute (und das geht seit 2-3 Wochen schon so oder sogar teils noch schlimmer) musste ich sage und schreibe 4 mal an roter Ampel halten. Bis vor der Dieselkrise kam man mit der zulässigen Geschwindigkeit ab der 2 Ampel ohne Halten bis zur Autobahn. Rückwärts war das theoretisch auch möglich, doch sind dort manche AUtofahrer immer noch im agressiven Autobahnmodus und brettern mit 90 um mehr (statt 70) einem links und rechts um die Ohren und verstopfen dann mit 3-4 Fahrzeugen einem die "Grüne Welle".

Was wäre besser als Fahrverbote? Es ist so simpel... wer schon mal durch Göttingen gefahren ist, stößt auf manchen Straßen auf Lichtzeichen, die eine Geschwindigkeit empfehlen, mit der man ohne Halt mit konstanter (!!) Geschwindigkeit auf die Autobahn oder anderswo hinkommt. Das führt zu einem Spritverbrauch wie im Überlandverkehr, mindert die Unfallzahlen und schont die Nerven. Man sollte nur aus der Geschwindigkeitsempfehlung (wer sich nicht daran hält stoppt und verstopft den tollen Effekt) eine Geschwindigsbeschränkung machen und dort konsquent mit Festinstalltions-Kameras überwachen.

In Städten wo solche Anlagen nicht existieren und das Bußgeld von Verkehrsündern für anderen Quark ausgegeben wird (Abzock-Gemeinden) sollte man sich einfach mal hinsetzen und durcharbeiten, wo der Verkehr in der Stadt stockt und an welchen Stellen die gute alte "grüne Welle" wieder Sinn macht. Ich bin früher in Hamburg von meiner Sportstätte (Gesundbrunnen) bis Höhe Neumühlen in rund 15 Minuten und ohne Ampelhalt gefahren... rückgerechnet war es auf den Hauptstraßen tatsächlich in 12 Minuten 12 Kilometer! 
 
Apropos Scheuer: glaubt die Politik wirklich, das das Volk so bescheuert ist, sich so einen Minister als kompetent akzeptiert wird? Ich bin oft per DtBahn von N nach HH gefahren. Ich hatte fast auf allen Fahrten mindestens 1-2 Toiletten gesperrt vorgefunden. Von den letzten 3 Fahrten träume ich heute noch! Nicht eine TOI in der 1. Klasse war offen... nur eine in der 2. Klasse ganz vorne im Zug - mit einer Schlange von 5-6 Leuten .... die letzte Fahrt nach HH erlebte ich dann mal eine 1.Klasse-Toi offen. Tags zuvor hatte Scheuer - aus dem Zug aussteigend - in die Kamera gesagt davon gesprochen, dass man schon bald von der Bahn im Zusammenhang von einem "Woaugh-Effekt" sprechen wird. 

Ja wirklich, Scheuer - das ging schnell schon am Tag darauf ging war eine 1.Klasse-TOI in Betrieb... Wau-wau... so was be-Scheuer-tes. 


Söder (BMP) löst das Dieselproblem mit einer Metafer
Söders Metafer ist eine Verordnung, die dafür sorgen soll, dass über jeder Tür einer Amtstube ein Kreuz aufgehängt wird. Und er hat - für sich und seine Bayern - beschlossen, dass das Kreuz kein religöses Zeichen ist, denn damit würde er gegen Gleichbehandlungsgründsätze verstössen. Nein, er erklärt das Kreuz zu einem Symbol der Bayern. 

Was will er uns damit sagen? Genau, er macht uns vor wie man es macht. Wir brauchen also nur erklären, dass unser "Diesel-PKW" überhaupt kein Diesel ist, sondern ein motorisierter Rollator. Und schon kann uns niemand mehr mit einem Fahrverbot kommen.

Sie stellen sich jetzt die Frage, wie denn Söder diese, seinen hochheilige bayerische-Heimatmeinung, durchsetzten will. Nun, wie er die Frauen und traditionellen Bäuerinnen bestrafen wird, weiß er selbst noch nicht. Doch bei den Männer greift er auf eine guten alten bayerischen Brauch zurück. Denen klaut er nämlich ihren Maibaum....

Als Hanseat frage ich mich, ob die Bayern wirklich so blöd sind und sich das Kreuz als Tradiion verkaufen lassen. Die Neo-Nazis werden nun auf die Idee kommen, das Hakenkreuz nicht als politisches Merkmal zu bezeichnen, sondern als Glaubensbekenntnis! Denn sie glauben ja nicht an den Holocaust. Irgendwie nicht unlogischer als das Kreuz als bayereisches Merkmal ....

Das BGH-Urteil löst Verkehrsprobleme

Ist das nicht merkwürdig? Eine der Städte mit den größten Verkehrsproblemen des Landes hat schon vor dem Urteil (Fahrverbote sind zulässig) neue Verkehrschilder auf Lager. 


 
 

Ich habe mich lange nicht auf dieser Seite gemeldet. Offen gesagt, habe ich keinen Plan wie ich das Eine oder Andere hier steuern kann und muss. Ich mache kurz den Anfang zum Corona-Artikel fertig und versuche es demnächste....

 

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© Holger Mußwitz